Manchmal treten unter macOS unvermittelt kleinere Fehler oder Prozesse auf, die plötzlich Arbeitsspeicher (RAM) beanspruchen, die CPU stark auslasten, den Mac erhitzen, den Lüfter hochdrehen lassen oder das System insgesamt verlangsamen. Einer dieser Prozesse ist sysmond; er kann für eine erhöhte CPU-Auslastung sorgen und bei vielen Nutzern für Verwirrung sorgen. Ein typisches Beispiel:
Der Lüfter meines neuen MacBook Pro (gekauft Herbst 2018) läuft schon kurz nach dem Start extrem laut. Im Aktivitätsanzeige sehe ich, dass der Prozess sysmond dauerhaft 71,3 % der CPU nutzt. Das passiert sogar nach einem Neustart. Wie kann ich herausfinden, welche Anwendung oder welcher Dienst dafür verantwortlich ist, dass sysmond so viel CPU verbraucht?
Keine Sorge – in diesem Artikel erhalten Sie einen umfassenden Überblick zum sysmond-Prozess auf dem Mac und finden alle hilfreichen Lösungswege, um eine hohe CPU-Auslastung durch sysmond Schritt für Schritt zu beheben.
Was ist sysmond auf dem Mac?
Bei sysmond handelt es sich um den „System Monitor Daemon“, einen Hintergrunddienst, der fester Bestandteil der Aktivitätsanzeige auf dem Mac ist. Dieser Dienst überwacht die Systemaktivitäten Ihres Macs und sammelt laufend Daten zu Prozessen und Systemressourcen, die anschließend in der Aktivitätsanzeige für den Nutzer sichtbar gemacht werden.
Wenn der Prozess sysmond aktiv ist, liegt das daran, dass Sie die Aktivitätsanzeige nutzen, um Ressourcen wie CPU, Energie, Festplatten, Netzwerk oder Speicher des Macs zu überwachen.
Für eine übermäßige CPU-Auslastung durch sysmond kommen insbesondere diese drei Gründe in Betracht:

Zum einen kann die Last ansteigen, sobald Sie in der Aktivitätsanzeige zum Tab „Arbeitsspeicher“ wechseln – dabei kann der Prozess die CPU kurzfristig stärker beanspruchen, um die Speichernutzung darzustellen.
Standardmäßig zeigt die Aktivitätsanzeige nach dem Öffnen den Bereich „CPU“ an. Wechseln Sie in den Reiter „Arbeitsspeicher“, warten einige Sekunden auf der Ansicht und wechseln dann zurück zum CPU-Tab, kann auffallen, dass die CPU-Auslastung durch sysmond zwischenzeitlich erhöht ist. Bleiben Sie hingegen dauerhaft auf dem CPU- oder einem anderen Tab (außer „Arbeitsspeicher“), reguliert sich die CPU-Last von sysmond meist wieder auf ein normales Maß.
Zweitens: Wenn Sie die Aktivitätsanzeige so einstellen, dass sie ungewöhnliche Vorgänge oder Programme besonders häufig meldet und überwacht, kann dies dazu führen, dass die CPU-Belastung dauerhaft hoch ist – selbst wenn ungewöhnliche Parameter vorliegen.
Drittens: Sie verwenden eventuell Anwendungen von Drittanbietern, die eine besonders aufmerksame Überwachung erfordern. Oftmals überprüft macOS Apps, die Sie nicht aus dem offiziellen Apple App Store, sondern von Drittanbieter-Websites oder unabhängigen Entwicklern installiert haben, regelmäßiger auf ihre Aktivität, um die Sicherheit Ihres Systems zu gewährleisten.
Wenn Ihnen dieser Beitrag weiterhilft, freuen wir uns über eine Weiterempfehlung!
Wie lässt sich beheben, dass sysmond die CPU-Auslastung auf dem Mac stark erhöht?
Nachdem die Frage „Was ist sysmond auf dem Mac?“ nun geklärt ist, können Sie im nächsten Schritt die CPU-Auslastung durch sysmond wieder auf ein normales Maß bringen. Im Folgenden finden Sie verschiedene Lösungswege – probieren Sie einfach die Methode aus, die am besten zu Ihrem Szenario passt. Sollte eine Methode das Problem nicht beheben, fahren Sie direkt mit der nächsten fort.
Lösung 1: Nicht benötigte Apps und Prozesse beenden
Programme oder Prozesse, die dauerhaft im Hintergrund laufen, ermöglichen zwar einen schnellen Neustart, belasten aber auch die CPU stärker. Um den sysmond-Prozess zu entlasten, sollten Sie alle Anwendungen und Prozesse schließen, die Sie aktuell nicht benötigen.
Klicken Sie entweder auf das X im Fenster der jeweiligen App oder nutzen Sie die Tastenkombination Command + Q, um die Anwendungen vollständig zu beenden.
Lösung 2: Aktivitätsanzeige beenden und neu starten
Auch die Aktivitätsanzeige selbst kann gelegentlich aufgrund eines unbekannten Fehlers oder nach langer Laufzeit Probleme verursachen. In einem solchen Fall beenden Sie die Aktivitätsanzeige mit der Tastenkombination Command + Q oder wählen Sie im linken oberen Menü Aktivitätsanzeige und anschließend Aktivitätsanzeige beenden aus.

Starten Sie danach die Aktivitätsanzeige erneut – am einfachsten über die Spotlight-Suche – und überprüfen Sie, ob die CPU-Auslastung durch den sysmond-Prozess jetzt korrekt angezeigt wird.
Lösung 3: Aktualisierungsintervall der Aktivitätsanzeige anpassen
Das Aktualisierungsintervall legt fest, in welchem Abstand die Daten in der Aktivitätsanzeige aktualisiert werden. Je kürzer das Intervall, desto mehr Datenabfragen erfolgen – und desto stärker wird die CPU durch sysmond beansprucht. Es kann daher sinnvoll sein, das Intervall anzupassen.
Schritt 1: Öffnen Sie die Aktivitätsanzeige, wählen Sie in der Menüleiste Darstellung und klicken Sie dann auf Aktualisierungsintervall.

Schritt 2: Wählen Sie unter den drei verfügbaren Optionen: Sehr oft (1 Sek.), Oft (2 Sek.) und Normal (5 Sek.) eine andere Einstellung als bisher aus.
Lösung 4: sysmond-Prozess beenden und neu starten
Viele Nutzer fragen sich, ob sie den Prozess sysmond auf dem Mac beenden können. Tatsächlich kann das erzwungene Beenden von sysmond dabei helfen, eine ungewöhnlich hohe CPU-Auslastung zu stoppen – ein Versuch kann sich also lohnen. So gehen Sie vor:
- Öffnen Sie das Terminal über Programme > Dienstprogramme > Terminal im Finder.
- Geben Sie im Terminal-Fenster folgenden Befehl ein und drücken Sie Return:sudo killall sysmond

- Geben Sie Ihr Administrator-Passwort ein und bestätigen Sie mit Return. (Das Passwort wird dabei nicht angezeigt – tippen Sie es einfach vollständig ein und drücken Sie dann Return.)
- Durch diesen Befehl wird der Prozess
sysmondbeendet; das System startet ihn anschließend automatisch neu.
Lösung 5: sysmond-Verbrauch manuell reduzieren
Wenn auf Ihrem Mac Drittanbieter-Programme installiert sind, kann es vorkommen, dass sysmond dauerhaft eine hohe CPU-Auslastung verursacht, da dieser Prozess das System häufig auf potenzielle Angriffe oder Manipulationen überwacht. Um dieses Problem zu beheben, können Sie versuchen, den hohen sysmond-Verbrauch manuell zu verringern. Bedenken Sie jedoch, dass dies die Systemleistung beeinträchtigen kann – wägen Sie diesen Schritt daher sorgfältig ab.
- Öffnen Sie den Finder und wählen Sie im Menü Gehe zu die Option Gehe zum Ordner.
- Dateien, die mit dem Prozess
sysmondin Verbindung stehen, können sich in verschiedenen Ordnern befinden. Durchsuchen Sie nacheinander die folgenden Verzeichnisse nach verdächtigen Einträgen:
- ~/Library/LaunchAgents
- ~/Library/LaunchDaemons
- ~/Library/Application Support
- ~/Library/Preference
- ~/Library/LaunchAgents
- ~/Library/Application Support
- ~/Library/Preferences
Lösung 6: macOS aktualisieren oder neu installieren
Prüfen Sie, ob für Ihr Mac-System ein Update verfügbar ist. Falls dies der Fall ist, gehen Sie auf das Apple-Menü > Systemeinstellungen (Systemeinstellungen) > Softwareupdate > Jetzt aktualisieren. Ein Systemupdate kann Probleme mit hoher CPU-Auslastung durch sysmond beheben.

Falls Ihr Mac bereits auf dem neuesten Stand ist, können Sie als weitere Maßnahme eine Neuinstallation von macOS in Erwägung ziehen. Dabei werden ungewöhnliche Programme, Apps und Prozesse entfernt und das gesamte System aufgefrischt. Denken Sie unbedingt daran, vorher ein vollständiges Backup aller wichtigen Dateien zu erstellen, um Datenverlust zu vermeiden!
Fazit
In diesem Artikel erfahren Sie, was es mit dem Hintergrundprozess sysmond auf dem Mac auf sich hat und welche Möglichkeiten es gibt, eine ungewöhnlich hohe CPU-Auslastung durch sysmond im Aktivitätsmonitor zu beheben. Wenn Sie mehr über diesen Systemprozess wissen möchten oder betroffen sind, finden Sie hier praktische Lösungswege.
Weitere häufige Ursachen für hohe CPU-Last auf dem Mac:
- Spotlight (mds_stores) erzeugt nach dem macOS Sequoia Update mehrere hundert GB Schreibzugriffe
- intelligentroutingd auf dem Mac